Schulneubau
Grundschule: Neubau oder erhalten?
Für unsere Kinder - JA – aber nicht um jeden Preis
Uns wird vorgeworfen, wir seien gegen die Kinder, weil wir den Neubau kritisch sehen.
Das ist falsch.
Wer Verantwortung für Kinder übernimmt, muss genauer hinschauen – nicht nur auf Pläne, sondern auf die Realität.
Was bedeutet der Neubau konkret?
Die neue Schule soll mitten auf dem bestehenden Pausenhof gebaut werden. Ein neuer Pausenhof wurde aus Kostengründen bei den Einsparungen zunächst gestrichen und soll erst später – ohne klaren Zeitpunkt – umgesetzt werden.
Die Folge:
Kinder verlieren über Jahre ihren wichtigsten Ausgleich – die Pause.
- Improvisierte Pausen
- Kaum Platz zum Spielen
- Einschränkungen durch Baustelle und Lärm
- Kein normaler Schulalltag
Wollen wir das wirklich unseren Kindern zumuten?
Was zählt für Kinder wirklich?
Nicht das perfekte Klassenzimmer.
Nicht, ob ein Raum modern oder „neu gedacht" ist.
Denken wir ehrlich an unsere eigene Schulzeit:
Die Räume waren uns egal.
Wichtig war:
Pause. Bewegung. Freunde. Freiraum.
Genau das fällt hier über Jahre weg.
Wer ist besonders betroffen?
Die Jahrgänge 2028 bis 2032 vermutlich.
Diese Kinder erleben die Bauphase vollständig – mit weniger Platz, mehr Lärm und spürbaren Einschränkungen.
Und trotzdem heißt es: Wer das anspricht, sei gegen die Kinder.
Fragen Sie sich selbst:
Kennen Sie wirklich alle Alternativen?
Der Neubau steht seit Beginn im Vordergrund – andere Lösungen werden kaum diskutiert.
Die finanziellen Folgen
Der Neubau bedeutet eine massive Verschuldung der Gemeinde.
Die Konsequenzen:
- Weniger Geld für Vereine
- Weniger Freizeitangebote
- Weniger Unterstützung für Familien
- Kaum Spielraum für die Zukunft
Das betrifft nicht nur den Haushalt – sondern direkt das Leben von uns und unseren Kindern.
Gibt es Alternativen?
Die einzige bisher diskutierte Alternative:
Umbau der bestehenden Schule in sogenannte Lernlandschaften (siehe Zeitungsartikel Stellungnahme zum Bürgerbegehren).
Das Problem:
- Keine einfache Renovierung/Sanierung
- Sondern ein teurer Komplettumbau
Dabei gäbe es einen anderen Weg:
Ein kleiner bedarfsgerechter und barrierefreier Anbau für Fachräume und ein paar weiteren Räumen könnte den zusätzlichen Bedarf decken.
Für das Bestandsgebäude gilt:
Wie bei der Paartalhalle (siehe Zeitungsbericht „Marode Paartalhalle")
könnte die Schule abschnittsweise renoviert und saniert werden.
Warum geht das dort – aber hier nicht?
Diese Frage ist bis heute nicht ausreichend beantwortet und wurde auch nie in dieser einfachen Form – ohne Lernlandschaften – besprochen und berechnet.
Mehr Transparenz ist hier dringend notwendig.
Unser Standpunkt
Muss wirklich alles neu und teuer sein?
Oder kann man Bewährtes sinnvoll weiterentwickeln?
Bedenken wir, dass andere Projekte meist deutlich teurer wurden als zunächst berechnet, dann ist die finanzielle Gefahr für Kissing noch einmal deutlich größer und bedarf vieler weiterer Überlegungen.
Nicht jede pädagogische Idee rechtfertigt Millioneninvestitionen – vor allem dann nicht, wenn gleichzeitig Grundbedürfnisse fehlen.
Ein Schulgebäude allein macht noch keine gute Schule.
Wenn am Ende der Pausenhof fehlt und das Geld ausgeht, zahlen wir alle aber insbesondere unsere Kinder den Preis.
Wofür wir stehen
- ✔ Lösungen, die Kinder wirklich stärken
- ✔ Entscheidungen, die langfristig tragbar sind
- ✔ Ehrlichkeit und Transparenz
Denn am Ende geht es nicht um die schönsten Pläne – sondern darum, was uns und unseren Kindern wirklich hilft.
Bürgerbegehren leider nicht erfolgreich
Leider ist es uns nicht gelungen, die erforderliche Anzahl gültiger Unterschriften für das Bürgerbegehren zu erreichen.
Wir sind jedoch überzeugt, dass deutlich mehr Bürger unterschrieben hätten, wenn das Bürgerbegehren nicht immer wieder parteipolitisch eingeordnet worden wäre. Aus unserer Sicht ging es nie um eine Partei, sondern ausschließlich um die Frage, ob die Bürgerinnen und Bürger bei einer der größten Investitionsentscheidungen in der Geschichte unserer Gemeinde selbst mitentscheiden sollten.
Wir bedauern, dass diese Botschaft viele Menschen offenbar nicht erreicht hat.
Unser herzlicher Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die das Bürgerbegehren unterstützt, mitgeholfen oder ihre Unterschrift geleistet haben.
Ausführliche Informationen und unsere persönliche Einschätzung zum Ergebnis finden Sie hier.
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