Änderung · 30.10.2026
Grundschule Kissing: Antrag zurückgezogen – aber unsere Fragen bleiben!
Warum wir unseren Antrag in der Gemeinderatssitzung vom 29. Oktober 2026 bewusst zurückgezogen haben und weshalb wir weiterhin auf Antworten der Gemeindeverwaltung bestehen.
37,7 Millionen Euro für einen geplanten Schulneubau – ohne vollständige Pausenhofgestaltung und ohne zusätzlichen Risikozuschlag. Eine Schülerzahlenprognose, die 2024 vorgestellt wurde, aber auf Daten aus 2022/2023 beruht. Gleichzeitig sind die Geburtenzahlen im Landkreis Aichach-Friedberg seit ihrem Höchststand um rund 20 Prozent zurückgegangen.
Das sind aus unserer Sicht mehr als ausreichende Gründe, die Grundlagen der bisherigen Schulplanung nochmals kritisch zu hinterfragen.
Doch genau die Informationen, die wir dafür benötigen, liegen uns trotz wiederholter Anfragen bis heute nicht vollständig vor.
Seit Juli warten wir auf wichtige Informationen
Bereits am 12. Juli 2026 hatten wir bei der Gemeinde Kissing Informationen zur Grundschule angefordert.
Es folgte sogar eine Antwort: Die Raumbelegung werde nach pädagogischen Gesichtspunkten beurteilt und vorgenommen – das war es aber auch schon...
Das war allerdings keine konkrete Auskunft über die tatsächliche Nutzung der einzelnen Räume. Die von uns angeforderten Belegungsdaten erhielten wir damit nicht.
Im Oktober folgte deshalb eine ausführliche ergänzende Anfrage, nachdem wesentliche Punkte weiterhin offen waren.
Dabei ging es um grundlegende Fragen:
- Wie viele Schülerinnen und Schüler besuchen aktuell die einzelnen Klassen?
- Welche Räume stehen im bestehenden Schulgebäude zur Verfügung, und wie werden diese tatsächlich genutzt?
- Wie haben sich die Kindergartenplätze und deren Belegung in den vergangenen Jahren entwickelt?
- Welche Schülerzahlen werden langfristig erwartet?
- Welche Annahmen zu Geburten, Zuzügen und Wohnbauentwicklungen liegen der bisherigen Prognose zugrunde?
- Wurde die Prognose anhand der inzwischen vorliegenden aktuellen Geburtenzahlen überprüft?
Wir haben ausdrücklich darum gebeten, zunächst die bereits vorhandenen Unterlagen und Daten zur Verfügung zu stellen.
Es ging also niemals darum, aufwendig neue Gutachten erstellen zu lassen, sondern zunächst einmal darum, nachvollziehen zu können, auf welcher Grundlage ein Schulneubau dieser Größenordnung geplant wird.
Die Bereitstellung bereits vorhandener Informationen würde keine zusätzlichen Gutachterkosten verursachen. Lediglich etwas Verwaltungszeit müsste dafür investiert werden – was angesichts eines Projekts in dieser Millionenhöhe selbstverständlich sein sollte!
Zwar haben wir auf frühere Anfragen kurze Reaktionen erhalten, beispielsweise, dass die Räume nach pädagogischen Gesichtspunkten vergeben würden oder dass die aktuelle Nutzung der Räume im Hinblick auf das neue Schuljahr aus Sicht der Verwaltung wenig Aussagekraft habe.
Wesentliche Fragen, insbesondere zur tatsächlichen Raumbelegung und zu den Kinderbetreuungsplätzen, blieben jedoch offen.
Wir wollen nicht einfach glauben müssen, dass die geplante Größe der neuen Schule notwendig ist. Wir wollen die zugrunde liegenden Zahlen nachvollziehen können.
Warum die Klassenstärken für den Raumbedarf entscheidend sind
Die Anzahl der benötigten Klassenzimmer hängt nicht nur von der Gesamtzahl der Schüler ab, sondern ganz wesentlich auch davon, wie viele Klassen daraus gebildet werden.
Ein einfaches Rechenbeispiel:
Sechs Klassen mit jeweils 20 Schülern ergeben insgesamt 120 Schüler. Dieselben 120 Schüler könnten rechnerisch aber auch auf fünf Klassen mit jeweils 24 Schülern verteilt werden.
Das wäre bei gleicher Schülerzahl ein Klassenzimmer weniger!
Nach offiziellen Angaben des Bayerischen Kultusministeriums lag die erlaubte Schülerhöchstzahl an Grundschulen im Schuljahr 25/26 bei 28 Kindern pro Klasse.
Wir fordern ausdrücklich keine möglichst großen Klassen. Selbstverständlich müssen die pädagogischen Anforderungen, die einzelnen Jahrgangsstufen und die geltenden schulrechtlichen Vorgaben berücksichtigt werden.
Aber bei einem Schulneubau für mindestens 37,7 Millionen Euro muss doch zumindest geprüft werden dürfen, wie viele Klassenräume tatsächlich erforderlich sind und welchen Einfluss die Klassenbildung auf den errechneten Raumbedarf hat.
Genau deshalb wollen wir die aktuellen Klassenstärken und die tatsächliche Belegung der einzelnen Räume kennen!
Erst mit diesen Zahlen lässt sich nachvollziehen, ob tatsächlich zusätzliche Klassenzimmer benötigt werden oder ob die vorhandenen Räume bei einer anderen Klassenorganisation möglicherweise ausreichen würden.
Eine einfache Zusicherung der Schulleitung reicht hierzu nicht aus!
Auch die aktuellen Belegungszahlen der Kindergärten sind dafür wichtig. Schließlich geben sie einen konkreten Anhaltspunkt dafür, wie viele Kinder in den kommenden Jahren eingeschult werden.
Ein Bauvorhaben dieser Größenordnung ohne nachvollziehbare aktuelle Informationen zum tatsächlichen Raumbedarf wäre aus unserer Sicht ein Bau ins Blaue.
Keine ausreichenden Antworten – deshalb unser Eventualantrag
Da wir nicht wussten, ob die Verwaltung für die Zusammenstellung der gewünschten Informationen möglicherweise einen Gemeinderatsbeschluss benötigt, hatten wir unserer ergänzenden Anfrage vorsorglich einen sogenannten Eventualantrag beigefügt.
Dieser sollte die Verwaltung beauftragen, die wesentlichen Daten zusammenzustellen und dem gesamten Gemeinderat zur Verfügung zu stellen.
Nachdem wir weder eine Eingangsbestätigung noch eine inhaltliche Rückmeldung auf unsere ergänzende Anfrage und den Antrag erhalten hatten, forderten wir die Gemeinde nochmals ausdrücklich auf, zumindest unseren fristgerecht eingereichten Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung zu setzen.
Wenn wir schon keine Antworten auf unsere Fragen erhalten, sollte wenigstens der Gemeinderat darüber entscheiden können, ob diese Informationen bereitgestellt werden sollen.
Wir haben die Unterlagen außerdem der Presse und der Kommunalaufsicht zur Kenntnis gegeben.
Damit wollten wir Transparenz schaffen und erreichen, dass sich auch andere Stellen mit den weiterhin offenen Fragen beschäftigen.
Trotzdem erhielten wir auch danach nicht die angeforderten Informationen. Eine nachvollziehbare Erklärung für die weiterhin ausstehenden Antworten lag uns ebenfalls nicht vor.
Bereits im Ältestenrat zeichnete sich die Ablehnung ab
Am Montag, dem 26. Oktober 2026, wurde unser Antrag im Ältestenrat kurz angesprochen.
Dabei zeichnete sich bereits ab, dass unser Antrag im Gemeinderat voraussichtlich keine Mehrheit finden würde.
Unter anderem wurde geäußert, man verstehe den Antrag nicht.
Diese Aussage können wir nur schwer nachvollziehen.
Denn was ist daran unverständlich, wenn wir wissen möchten, wie viele Kinder unsere Grundschule besuchen, wie viele Klassen daraus gebildet werden, welche Räume vorhanden sind und wie diese tatsächlich genutzt werden?
Es geht nicht um ein neues, teures Gutachten. Es geht darum, die derzeitigen Zahlen transparent darzustellen, damit überprüft werden kann, ob die 2024 vorgestellte Prognose mit ihrer Datengrundlage aus 2022/2023 auch heute noch zutrifft.
Wir haben erhebliche Zweifel daran.
Insbesondere stellt sich für uns die Frage, ob die vorhandenen Raumkapazitäten tatsächlich ausgeschöpft werden oder ob durch die derzeitige Klassenbildung ein höherer Raumbedarf entsteht, als organisatorisch notwendig wäre.
Genau deshalb wollen wir die aktuellen Klassenstärken und die tatsächliche Raumbelegung kennen!
Das sind aus unserer Sicht grundlegende Informationen, die bei einem Schulbauprojekt selbstverständlich vorliegen und für alle Gemeinderäte nachvollziehbar sein sollten.
Bei uns entstand vielmehr der Eindruck, dass eine erneute kritische Überprüfung der bisherigen Schulplanung politisch nicht erwünscht ist.
Warum eigentlich?
Besteht möglicherweise die Sorge, dass die bisherigen Prognosen nicht mehr zutreffen? Könnte sich bei einer Überprüfung herausstellen, dass die vorhandenen Räume doch ausreichen oder zumindest ein wesentlich kleinerer Neubau notwendig wäre?
Genau das möchten wir anhand der tatsächlichen Zahlen klären.
Warum wir unseren Antrag am 29. Oktober bewusst zurückgezogen haben
In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, haben wir unseren Antrag schließlich zurückgezogen.
Das war kein Rückzieher in der Sache, sondern eine bewusste strategische Entscheidung.
Nachdem sich bereits im Ältestenrat abgezeichnet hatte, dass der Antrag keine Mehrheit erhalten würde, hätte eine Abstimmung voraussichtlich zu seiner Ablehnung geführt.
Und genau das wollten wir vermeiden.
Denn wir befürchteten, dass sich die Verwaltung bei späteren Nachfragen auf einen ablehnenden Gemeinderatsbeschluss berufen könnte.
Nach dem Motto: Der Gemeinderat hat darüber entschieden, der Antrag wurde abgelehnt – damit ist die Angelegenheit erledigt.
Rechtlich würde ein solcher Beschluss unsere bereits zuvor gestellten Auskunftsersuchen zwar nicht automatisch beseitigen. In der Praxis hätte er deren weitere Durchsetzung aber möglicherweise zusätzlich erschwert.
Wir wollten nicht riskieren, dass unsere Forderung nach Informationen durch eine politische Abstimmung beiseitegeschoben wird.
Deshalb haben wir ausschließlich den Beschlussantrag zurückgezogen.
Gleichzeitig haben wir in öffentlicher Sitzung ausdrücklich klargestellt, dass unsere ursprüngliche schriftliche Anfrage weiterhin besteht und wir nach wie vor deren Beantwortung erwarten.
Wir haben also keineswegs aufgegeben.
Im Gegenteil: Wir haben bewusst verhindert, dass unsere Fragen durch eine absehbare Ablehnung des Antrags noch leichter übergangen werden könnten.
Auch am Sitzungsende: Wann bekommen wir endlich Antworten?
Unter dem Tagesordnungspunkt „Anfragen" haben wir den Bürgermeister nochmals öffentlich auf die ausstehenden Antworten angesprochen.
Wir wollten wissen, wie lange die Beantwortung unserer Anfrage noch dauern werde und ob dies wenigstens bis zur nächsten Gemeinderatssitzung möglich sei.
Der Bürgermeister erklärte sinngemäß, dass man dies prüfen müsse, und verwies darauf, dass demnächst eine Klausurtagung stattfinde.
Daraufhin antworteten wir öffentlich:
„Hauptsache, ich bekomme überhaupt mal eine Antwort."
Dieser Satz beschreibt leider ziemlich genau, worum es inzwischen geht.
Wir erwarten nicht, dass jede Frage innerhalb weniger Tage beantwortet wird. Aber nach Monaten sollte es möglich sein, zumindest die vorhandenen Informationen bereitzustellen oder verbindlich mitzuteilen, wann mit einer Antwort gerechnet werden kann.
Dass wir als gewählte Gemeinderäte inzwischen öffentlich darum bitten müssen, überhaupt eine Antwort zu erhalten, halten wir für äußerst bedenklich.
Warum sind diese Informationen so wichtig?
37,7 Millionen Euro – aber das muss noch lange nicht der Endpreis sein
Nach dem bisherigen Planungsstand werden für den Schulneubau rund 37,7 Millionen Euro angesetzt.
Dabei sind die vollständige Neugestaltung des Pausenhofs und ein zusätzlicher Risikozuschlag für mögliche Kostensteigerungen NICHT enthalten.
Was geschieht, wenn sich die Bauarbeiten verzögern, Baupreise steigen oder unvorhergesehene Probleme auftreten?
Wie teuer wird das gesamte Schulprojekt am Ende tatsächlich?
Und wie hoch wird die finanzielle Belastung für unsere Gemeinde und damit für die kommenden Generationen?
Wir halten es für unverantwortlich, die tatsächlichen und langfristigen Raumkapazitäten nicht möglichst genau zu überprüfen.
Dabei dürfen wir auch die bereits vorliegende Mahnung der Kommunalaufsicht zur Haushalts- und Finanzlage unserer Gemeinde nicht außer Acht lassen. Gerade vor diesem Hintergrund muss besonders sorgfältig geprüft werden, welche finanziellen Risiken wir mit einem Schulneubau dieser Größenordnung eingehen und ob der geplante Umfang tatsächlich erforderlich ist.
Eine Schülerprognose mit Daten aus 2022/2023
Die bisherige Schülerzahlenprognose wurde dem Gemeinderat im März 2024 vorgestellt. Die zugrunde liegenden Daten stammen jedoch aus den Jahren 2022/2023.
Seitdem hat sich die demografische Entwicklung deutlich verändert.
Die Geburtenzahlen im Landkreis Aichach-Friedberg sind gegenüber ihrem Höchststand um rund 20 Prozent zurückgegangen.
Trotzdem geht die bisherige Prognose für die Grundschule Kissing von einem Höchststand von 528 Schülerinnen und Schülern erst im Jahr 2032 aus?
Hier stellen sich für uns entscheidende Fragen.
Der geburtenstarke Jahrgang 2021 erreicht ungefähr im Jahr 2027 das Einschulungsalter. Weshalb wird dann der Höchststand der gesamten Schülerzahl erst für 2032 prognostiziert?
Welche Annahmen über zusätzliche Einwohner, Neubaugebiete und Wanderungsgewinne wurden dabei getroffen?
Nach unserem Kenntnisstand sind derzeit keine größeren neuen Wohnbaugebiete vorgesehen, die einen erheblichen zusätzlichen Schülerzuwachs erwarten lassen.
Auf welcher Grundlage wird dann mit einer entsprechenden Schülerentwicklung gerechnet?
Und vor allem: Wurde diese Prognose inzwischen anhand der tatsächlich eingetretenen Geburtenentwicklung überprüft?
Genau diese Informationen haben wir angefordert.
Neubau möglicherweise erst 2030 bis 2032 fertig
Nach bisherigem Planungsstand könnte der Baubeginn frühestens 2028 erfolgen, möglicherweise auch deutlich später.
Die Fertigstellung könnte sich damit bis etwa 2030 bis 2032 hinziehen.
Wenn sich die rückläufigen Geburtenzahlen langfristig entsprechend auf die Schülerzahlen auswirken, könnte sich bis dahin auch der tatsächliche Raumbedarf deutlich verändern.
Dabei geht es nicht nur um die Gesamtzahl der Kinder, sondern vor allem darum, wie viele Klassen daraus gebildet werden und wie viele Unterrichtsräume tatsächlich gleichzeitig benötigt werden.
Ein deutlicher Rückgang der Schülerzahlen kann rechnerisch auch mehrere Klassenräume weniger erforderlich machen.
Was wäre, wenn wir eine Schule für viele Millionen Euro bauen, deren geplante Kapazität bereits bei ihrer Fertigstellung nicht mehr vollständig benötigt wird?
🡪 Viel Geld für möglicherweise leerstehende Räume – muss das sein?
Was geschieht mit dem bestehenden Schulgebäude?
Als Argument für den Neubau werden immer wieder auch die alten Leitungen, mögliche Schäden und unvorhersehbare Reparaturen im bestehenden Schulgebäude angeführt.
Doch wenn dieses Gebäude nach dem Neubau weiterhin bestehen bleibt, verschwinden diese Probleme dadurch nicht.
Alte Leitungen werden schließlich nicht dadurch erneuert, dass man daneben eine neue Schule baut.
Welche Nutzung ist für das bestehende Gebäude vorgesehen? Welche Reparaturen und Sanierungen werden weiterhin notwendig sein? Und welche zusätzlichen Kosten kommen dadurch möglicherweise auf die Gemeinde zu?
Wir bauen NEU und haben trotzdem Reparaturen?
Auch diese Fragen gehören für uns zu einer ehrlichen Gesamtbetrachtung.
Und wo machen unsere Kinder während der Bauzeit Pause?
Ein weiteres Problem betrifft unmittelbar die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern.
Der geplante Neubau soll auf einem wesentlichen Teil des heutigen Pausenhofs entstehen.
Damit würde eine vorhandene Pausenfläche während der Bauzeit ganz oder teilweise zur Baustelle. Gleichzeitig wäre möglicherweise auch ein erheblicher Teil des über Jahrzehnte gewachsenen Baumbestands betroffen, der den Kindern heute natürlichen Schatten bietet.
Anschließend müsste der Pausenhof neu gestaltet werden – mit weiteren Kosten.
Doch die entscheidende Frage lautet:
Wo sollen die Kinder während der möglicherweise mehrjährigen Bauzeit ihre Pausen verbringen?
Sollen sie ihre Pausen etwa im Klassenzimmer verbringen?
Wo bleibt hier eine Transparente Aussage an alle Bürger und Eltern?
Wir behaupten nicht, dass dies vorgesehen ist. Aber welche Ersatzflächen stehen tatsächlich zur Verfügung? Wo können die Kinder spielen und sich bewegen? Wie wird die Sicherheit gegenüber dem Baustellenverkehr gewährleistet?
Wenn die Bauzeit mehrere Schuljahre umfasst, betrifft das nicht nur wenige Wochen, sondern möglicherweise viele Grundschuljahrgänge.
Wir finden, dass die Eltern rechtzeitig und umfassend darüber informiert werden müssen, welche Einschränkungen auf ihre Kinder zukommen könnten.
Ein Neubau muss schließlich nicht nur nach seiner Fertigstellung funktionieren. Auch während der Bauzeit muss ein sicherer und kindgerechter Schulalltag gewährleistet bleiben.
Warum müssen wir als Gemeinderäte solchen Informationen hinterherlaufen?
Wir sind als Gemeinderäte gewählt worden, um Entscheidungen für unsere Gemeinde zu treffen und die Verwaltung im Rahmen unserer Aufgaben zu kontrollieren.
Dazu müssen wir die Grundlagen dieser Entscheidungen kennen.
Wir erwarten keine Sonderbehandlung. Wir erwarten lediglich, dass sachliche Fragen auch sachlich beantwortet werden.
Doch der bisherige Ablauf hinterlässt bei uns zunehmend den Eindruck, dass die Bereitstellung wichtiger Informationen eher hinausgezögert als unterstützt wird.
Ob unsere Zugehörigkeit zur AfD dabei eine Rolle spielt, können wir nicht nachweisen. Angesichts unserer bisherigen Erfahrungen stellt sich für uns diese Frage allerdings durchaus.
Unabhängig davon, welcher Fraktion ein Gemeinderat angehört, sollte es selbstverständlich sein, dass alle gewählten Vertreter Zugang zu den Informationen erhalten, die sie für ihre Arbeit benötigen.
Es darf nicht darauf ankommen, wer eine Frage stellt, sondern ob die Frage für die Gemeinde und ihre Bürger von Bedeutung ist.
Wir machen unsere Anfragen und Unterlagen öffentlich
Damit sich alle Bürgerinnen und Bürger selbst ein Bild machen können, stellen wir auf unserer Homepage im Bereich „Anfragen / Anträge" weiterführende Informationen und Unterlagen zu diesem Vorgang zur Verfügung.
Dort können Interessierte nachvollziehen, welche Fragen wir gestellt haben, welche Daten wir angefordert haben und welche Gründe uns veranlassen, die bisherige Schulplanung kritisch zu hinterfragen.
Wir möchten, dass sich jeder anhand der vorhandenen Zahlen, Fakten und Dokumente eine eigene Meinung bilden kann.
Unser Antrag ist zurückgezogen – unsere Fragen nicht!
Wir haben unseren Beschlussantrag zurückgezogen, weil sich eine Ablehnung bereits abzeichnete und wir nicht riskieren wollten, dass unsere Forderung nach Informationen dadurch zusätzlich erschwert wird.
Unsere ursprünglichen schriftlichen Anfragen bestehen weiterhin.
Wir erwarten deshalb nach wie vor Antworten auf die offenen Fragen zur Schülerentwicklung, zur tatsächlichen Raumnutzung, zum langfristigen Raumbedarf und zu den Grundlagen des geplanten Schulneubaus.
Es geht hier um eine der größten Investitionen in der Geschichte unserer Gemeinde.
Gerade deshalb sollten alle Entscheidungen auf aktuellen, nachvollziehbaren und überprüfbaren Daten beruhen.
Wir werden weiter nachfragen und über die Entwicklung berichten.
Denn wir haben unseren Antrag zurückgezogen – nicht unsere Fragen!
AfD-Fraktion im Gemeinderat Kissing
